Yoga im Sinne der intersektionalen Gesundheitsförderung:

Die intersektionale Gesundheitsförderung in der Yogapraxis bedenkt die Existenz von Machtstrukturen mit. Machtstrukturen, in denen Benachteiligung bzw. Privilegiertheit auftreten sind z.B. Klassismus, Rassismus, Sexismus, Hetero-Sexismus, Bodyismus, Antisemitismus und viele mehr. Fast alle Gesellschaften auf der Erde sind von Machtstrukturen geprägt oder gestaltet. Dabei werden Menschen willkürlich privilegierten und weniger privilegierten Kategorien und Identitäten zugeteilt. Diese Kategorien sind gesellschaftlich und strukturell. Gleichzeitig prägen sie auf tiefer Ebene das Leben jedes einzelnen Menschen. Diese erfahrene Fremdbestimmung kann uns den Zugang zu einem Raum der liebevollen Selbstzuwendung erschweren. Wie können wir uns einem gesunden Körper und einem ruhigen Geist widmen, wenn wir voller Unruhe und kollektiver Trauma sind? 

Mit Yoga können wir lernen uns den Umgang mit unserem Geist (mind) und der eigenen Ich-Werdung bewusst zu machen und einen liebevolleren Umgang praktizieren. 


Die intersektionale Gesundheitsförderung bietet einen Ansatz, der diese strukturelle Ebene mitdenkt und sichere Räume der selbstbestimmten Körpererfahrung eröffnen kann. Die selbstwirksame Entfaltung jedes einzelnen Menschen und meine eigene Reflexion liegen mir dabei besonders am Herzen.